lunes, 10 de noviembre de 2008

arañando el cielo


Gestern waren wir auf der Auffuehrung von Lucianos Mama. Danza contemporana macht die naemlich. Das war sehr toll. Ich hatte zuvor noch nie so etwas gesehen und war ziemlich beeindruckt von ihr. Selbst unser Profi Jonas, der schon mit Pina Bausch getanzt hat, war ganz hingerissen.

Vor allem war die Geschichte total interessant:
In den 80ern war Isabel naemlich in einer linken Widerstandsgruppe, die sich Alfaro Vive ¡Carajo! nannte und gegen den damaligen erzkonservativen Praesidenten Febres Cordero agierte, der mit Polizeiterror regierte. Dabei wurde ihr Freund umgebracht und sie musste nach Paris fliehen.
Mit diesen Ereignissen schliesst Isabel in ihrem Tanzstueck ab.
Folter und Mord durch den Staat wurden in dieser Zeit so stark wie nie zuvor und nie danach ausgeuebt. Um finanzielle Mittel fuer ihren bewaffneten Kampf
gegen Corderos repressive und korrupte Politik aufzutreiben, ueberfielen die Mitglieder von AVC Banken und entfuehrten Wirtschaftsbosse.
Im Jahr 2006 traten sie wieder in die Oeffentlichkeit, diesmal aber als soziale Organisation, die mit der Regierung Correas in Verbindung steht; ohne Hang zur Gewalt.
Einige ehemaligen Mitglieder sind bis heute vermisst.
Die Mutter eines anderen CDA-Jungens, Zadkiel, war auch im AVC. Zadkiel ist ein ganz netter, der Schriftsteller werden will und immer gerne seine Almodóvar-Filme ausleiht oder mit mir Schach spielt. Luciano hat auch total gestrahlt, als gleich alle fuenf Voluntaere zur Auffuehrung seiner Mama kamen.

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