beba is back
hat kein dreck am stecken
is am checken wo sie woooooohnt.
soweit- so gut. Nachdem ich die letzten Tage ueber Kathys Geburtstag in Quito und Tumbaco verbracht habe, bin ich jetzt froh, wieder sicher nach Riobamba zurueckgekehrt zu sein.
Diebe und Banditen gibt es hier genau wie im capital. Sicher ist es in dem typisch ecuadorianischen Staedtchen vor allem deshalb, weil man nicht staendig zusammenzuckt; sich einbildend, Daniels Stimme im Internetcafe zu hoeren oder Pilys krausen Haarschopf im Bus zu erkennen. Denn einmal raus aus der Sekte ist der Stress noch lange nicht vorbei, wie so mancher Scientology-Aussteiger zu berichten weiss. Dann fange sie naemlich erst an, die Wahnvorstellungen und Tiefenaengste. Ohne Kathy, Mercedes und Luciano (den zu sehen es fast am nettesten wahr, weil er ein noch rebellischerer Aussteiger ist als ich und Rafo treffend als viejo de la mierda bezeichnet) waere ich bestimmt schon laengst wieder in eien Bus gestiegen, der mich zurueck in meine Berge bringt, wo es weder Schweinegrippe noch irre CDA-Anhaenger gibt. LLALLANAG rules. So heisst der Ort des voelligen Friedens und der seelischen Ruhe, wo ich in den naechsten zwei Monaten mit meiner Voluntaersfreundin Evi unsere letzten kreativen Voluntaersressourcen ausbeuten werde und dafuer allem Anschein nach schon jetzt einen Platz in den Herzen habe. Evi ist froh ueber die Unterstuetzung, waehrend Kinder und Lehrerinnen sich ueber Señorita Piíta freuen, die etwas Schwung in die comunidad bringt.
Meine alten Verbuendeten werde ich natuerlich trotzdem nie vergessen.
Denn, obwohl ich Kathys urnetter Gastoma (seltsam welche genetischen Fehlmutationen in deren anderer Tochter Pily zum Vorschein kommen) als Kathys Patentante im Gedaechtnis bleibe und so herzlich wie eine Enkelin behandelt werde; eigentlich fuehlt es sich an wie in einem Geheimbund, wenn man von Kathy und Mercedes ueber den Hof in deren Haeuschen geschmuggelt werden, wo das Wellblech Ohren hat und sie deshalb "Herzchen" statt "Pia" zu mir sagen, waehrend man Pily nebenan toben hoert.
Umso trauriger ist es, dass ich die beiden und Luciano-Lausemaus nun fuer eine Weile nicht sehen werde. Es fuehlt sich mit diesen Menschen so vertraut an, als haette ich die letzten acht Monate mit ihnen ein Bett geteilt und Lasagne gemacht, so wie an diesem Wochenende.
Und obwohl ich sie verlasse, sind alle froh, dass es mir in der naechsten Zeit gut gehen wird und haben mich schon mit einem wunderbaren blauen Poncho und einem Pyjama fuer kalte Bergnaechte ausgestattet.
Damit und mit meiner neuen Riobamba-WG (Evi, Sarah und Fina), zu der ich in den stylish-abgerissenen Kolonialbau gezogen bin, fuehle ich mich fuer die naechsten Monate bestens vorbereitet. Riobamba ist der perfekte Ort, um an den Wochenenden zu versumpfen und sich um nichts, als um das Essen und das naechste Buch zu kuemmern; anstatt den Pommesmann und die Empanadafrau aus Tumbaco zu vermissen haben Sarah und ich uns heute lieber sogleich mit dem Eisverkaeufer Riobambas angefreundet (Eis Christina ist ein Witz, haha).
In Llallanag zwischen Ferkeln und Fohlen fuehle ich mich dagegen mindestens ebenso wohl.
Das ist ein Ort, der einen sofort inspiriert und einem das Gefuehl gibt, dass man noch ganz viel machen kann. Ploetzlich schaeumt mein Kopf voller Ideen und gleichzeitig bin ich gespannt, was ich dort so alles lernen werde.
Nach so vielen verschiedenen Betten an verschiedenen Orten in letzter Zeit freue ich mich ausserdem darauf, bis zum naechsten Wochenende in den Bergen zu sein. Mein Heidi-Gen kann sich dann mal wieder richtig ausleben(die Raver-Braut ist naemlich ehrlich gesagt in Ecuador nicht so dominant, wie ihr vielleicht denkt. 9mal war ich weg, dass das mal klar ist).
Scheint ganz so, als ob wir schliesslich doch noch Freunde wuerden - mein FSJ und ich.

1 comentario:
den blog lasst aber auch ganz schön schleifen
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